Meine Geldbörse hat Bulimie. Mein Sohn riecht nach Kinderflöristin, manchmal nach Darmgas. Identifizerbar. Kiloweise Identität steckt im Windeleimer und dann im Sack vor der Tür. Der Flur ist ein Mülleimer. Manchmal Peinlich und manchmal egal. Egal ist mein Leitmotiv, aber nicht ganz ehrlich. Könnte noch mehr egal sein.
Ich erinnere mich.Oft an alle und was wäre wenn. Dann wenn im Jetzt kein "wenn" wohnt. Wie Heute. Erinnerungen begegnen mir und fragen höflich "Wie geht es dir?" . Das Antworten ist langweilig, hier sind die Kassenbons, dort steht das meiste drauf. Wo sind die Themen hin? Über die Freundschaft allein lässt es sich nur nostalgisch unterhalten. Nietzsche sagt wir werden uns sowieso nie über alles reden:
"Ja es gibt Freunde, aber der Irrtum, die Täuschung über dich führen sie dir zu; und Schweigen müssen sie gelernt haben, um dir Freund zu bleiben; denn fast immer beruhen solche menschlichen Beziehungen darauf, dass irgend ein paar Dinge nie gesagt werden, ja, dass an sie nie gerührt wird: kommen diese Steinchen aber ins Rollen, so folgt die Freundschaft hintendrein und zerbricht"
Die Zeit verstärkt die Extreme, die Ehrlichen wollen die Wahrheit nicht mehr verschweigen und die Lügner geben sich selbst preis.
Oh meine Freunde, es gibt keinen Freund (Aristoteles)